Fahren Sie am 5.Juni mit der AIDS-Hilfe Chemnitz zum Stadtspaziergang durch die Dresdner Alt- und Neustadt unter dem Motto „Am falschen Ende gespart, Frau Ministerin Clauß“.
Um zu verdeutlichen, welche Auswirkungen eine 30%ige Kürzung haben, werden die TeilnehmerInnen in uniformer Kleidung als Gruppe auftreten. Die Sachen werden entsprechend um 30% reduziert, d. h. es werden Löcher in diesem Ausmaß ausgeschnitten sein. Die Spaziergänger werden an jeweils neuralgischen Punkten in der Stadt verweilen und mit einem Roll-Up und einer Postkarte auf die Situation aufmerksam machen. Gleichzeitig sollen die Passanten auch auf die weltweite Situation hingewiesen werden. Dazu wird entsprechendes Infomaterial des Aktionsbündnisses verteilt.
Mit der nachfolgend beschriebenen Aktion wollen die vier sächsischen Aids-Hilfen zum einen auf die aktuelle Mittelkürzung in Sachsen, zum anderen auf die Situation in ärmeren Ländern aufmerksam machen. Die Ausstattung mit finanziellen Mitteln beeinflusst maßgeblich Präventionsbemühungen, aber auch die Gesundheit von Menschen mit HIV und Aids. Ohne Geld ist sowohl das Vermeiden der Infektion als auch die Behandlung von bereits Infizierten nicht möglich. Auf diese Situation soll die Aktion zur „Nacht der Solidarität“ aufmerksam machen.
Die Postkarte:
Auf der Titelseite der Postkarte wird ein an der Spitze abgeschnittenes Kondom zu sehen sein. Am unteren Rand der Postkarte steht das Motto der Aktion: „Hier wurde am falschen Ende gespart“. Die Rückseite der Postkarte ist so gestaltet, dass sie an die sächsische Sozialministerin versandt werden kann. In einem kurzen Text wird die Ministerin aufgefordert, keine weiteren Kürzungen in den kommenden Jahren vorzunehmen, weil dadurch die schon geschwächte Präventions- und Versorgungslandschaft bzgl. HIV und Aids (siehe schlecht ausgestattete Gesundheitsämter) weiter geschwächt und riskiert wird. Die Postkartenaktion soll bis Ende des Jahres weitergeführt werden.
Deutsche AIDS-Hilfe kündigt Protest gegen Sparpaket der Bundesregierung an
Berlin (9. Juni 2010). Angesichts der von der Bundesregierung angekündigten Kürzungen im Gesundheitswesen ruft die Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH) gemeinsam mit Sozialverbänden und Gewerkschaften zu massiven Protesten gegen das sog. Sparpaket auf. Die DAH fordert eine solidarische Gesellschaft, die nicht auf Kosten sozial benachteiligter Menschen wie chronisch Kranker spart. Die Entwicklungen im Arbeits- und Gesundheitsbereich werden zu einer weiteren, deutlichen Verschlechterung der Situation vieler Menschen mit HIV/Aids beitragen, wenn jetzt nicht umgesteuert wird.
Silke Klumb, Geschäftsführerin der DAH:
"Die Aidshilfen werden diese Sparpolitik nicht mittragen! Wir fordern die Bundesregierung auf, das Sparpaket unverzüglich zu überarbeiten sowie die Kürzungen im Bereich der Arbeits- und Sozialpolitik zurückzunehmen. Auch eine Kopfpauschale lehnen wir ab: Stattdessen muss eine solidarische Bürgerversicherung aufgebaut werden."
Die DAH bemängelt insbesondere...
Kürzungen bei Wiedereingliederungsmaßnahmen: dies verringert die Chance für chronisch Kranke, einen Job zu finden;
Abschaffung der rentenrechtlichen Absicherung für Langzeitarbeitslose: dies erhöht das Altersarmutsrisiko;
Einführung der Kopfpauschale: dies belastet Menschen mit geringem Einkommen deutlich stärker;
Streichung des Heizkostenzuschusses für Wohngeldempfänger: dies trifft alte Menschen und chronisch Kranke besonders hart;
Verlagerung von Sozialleistungen in die private Risikoabsicherung: dies schließt chronisch Kranke von verschiedenen Leistungen aus.
Die bundesweite Präventionskampagne I W W I T für Männer, die Sex mit Männern haben, erreichen Sie, indem Sie auf das folgende Banner klicken: